in den wolken

was sich da anschickt

endlich zu sein

es steht in den wolken

 

 

 

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herbst einer exilantin

am ende fremd bleiben

gehen mit einer zeit

die das draußen vergaß

den mond im kalten wind

 

gebastelte blätter

kleben demonstrativ

an sauberen fenstern

verweigern das welken

 

sie sitzt auf einem stuhl

hieß einst mutter natur

wird zärtlich belächelt

weil sie nach hause will

 

 

 

Nanü, ein Award für mich? Wo ich doch unlängst jemandem beteuerte, dass ich nicht mehr an Awards teilnehmen würde… – . Aber, wie das ab und zu mal so ist: Die Ausnahme bestätigt die Regel:
Ich bedanke mich bei der wunderbaren Maribey vom Blog „Findesatz“ für diesen Award, der wohl ursprünglich aus dem englischen Sprachraum kommt. Sounds like it, doesn’t it? Ich kopiere in meinen Text aus Maribeys Text das Folgende:

About The Mystery Blogger Award

 This is an award for amazing bloggers with ingenious posts. Their blog not only captivates, it inspires and motivates. They are one of the best out there, and they deserve every recognition they get. This award is also for bloggers who find fun and inspiration in blogging and they do it with so much love and passion. Okoto Oke Enigma is the creator of the award. To motivate the Blogger please do visit her blog.

Die Regeln:
Stelle das Logo in deinen Blog.
Danke der Person, die dich nominiert hat, und
füge einen Link zu ihrem Blog bei.
Nenne die Urheberin des Awards und
füge ebenfalls einen Link bei.
Erzähle den Lesern drei Dinge über Dich
Beantworte die gestellten Fragen.
Teile einen Link zu deinen besten Posts.
Stelle fünf Fragen deiner Wahl; eine davon sollte seltsam oder lustig sein.
Nominiere 10 bis 20 Personen
Informiere die Nominierten, indem du in ihrem Blog kommentierst.

So weit so gut. Das Kopieren ist hiermit abgeschlossen. Es geht lohos:

Drei Dinge über mich:

→ mein Lieblingsessen besteht aus gegrillten Auberginen
( = eine Gemeinsamkeit mit Pablo Neruda…) und
→ ich trinke nicht am liebsten aber regelmäßig… Kaffee und
→ ich kann keine Strümpfe stricken. Wirklich nicht.

Das war easy, aber einen Link teilen… uff… moooment.. meistbesternter Post war bisher:

ein Tag im August

… wobei es nicht die Sternchen sind, die mir was bedeuten, sondern diejenigen, die die Sternchen ausstreuen…

Und nun Maribeys fünf Fragen an mich

1. Wer bist Du (in einem Satz):
Supertramp: „… I don’t know who I am“ (logical song).
2. Was magst Du am Morgen besonders?
Keine Frage: Weiterschlafen… – aber ich tu’s eher weniger – und mag
natürlich die eigenartige Unberührtheit des neuen Tages, seine verhal-
tene Dynamik, die frische, von Bäumen und Pflanzen ausgehende Luft,
den Moment, den sich ein Vogel wählt, seinen Gesang zu beginnen / zu enden.
3. Was, findest Du, sollten wir Menschen häufiger machen?
Nichts. Nichts-machen wäre großartig. Würden bedeutende Menschen
mal öfter nichts machen, würde das wirklich viel ausmachen. Und da
nichts-machen außerordentlich schwer ist, empfehle ich (übrigens am
Meisten mir selbst) Schlafen und Träumen. Und da das ebenfalls nicht
so leicht im Alltag unzusetzen ist: neben sich stehen, sich die Hand auf
die Schulter legen und gelassen bleiben… – . Und Spielen. Spielen ist immer gut.
4. Welche Farbe hat Humor?
Schwarzer Humor hat immer auch etwas Paprika dabei; ist also rotgelbgrün angehaucht. Gelbem Humor fehlt die Milde eines weißen Humors, wie ihn so mache Bilderbuchfee haben sollte, aber nicht hat (ich erinnere an: die drei Wünsche… – die Sache mit der Bratwurst und der Nase…). Wäre ich Synästhetikerin, würde ich behaupten, er röche nach dunkeldunkel-roten Rosen… – also so r i c h t i g dunkelroten Rosen.
5. Weißt Du, welches die seltsame oder lustige Frage ist?
Im Moment bin ich gerade erwachsen, mir fällt nix ein. Überhaupt nix.
(Oder doch: Vielleicht: „Wie weit ist es bis zum Regenbogen?“… Hab ich mich als Kind ernsthaft und oft gefragt.)

Und nun geht’s ans No-mi-nie-ren. Haha… – 10 bis 20 Blogs… – Zur fortgeschrittenen Stunde mach ich das ganz fix mal klar … – Wer das hier liest, darf sich nominiert fühlen  – und wer von den Nominierten dann Lust hat, was zu schreiben: ja, dann … supi.. – die oder der ist dann auch noch Botin / Bote für den nächsten Award. Ein bisschen Geheimnis ist denn auch dabei.

Da war doch noch was. Meine fünf Fragen, hier… – da sind sie:

  1. Wie heisst das erste Gedicht, dass Dir im Leben begegnet ist – bzw, wovon handelt es?
  2. Was magst Du an einem Buch?
  3.  Wie weit ist es bis zum Regenbogen?
  4. Welcher Schauspielerin / Welchem Schauspieler schaust Du gerne zu?
  5. Was ist Langeweile?

Ps.: Ich sieze nicht, nicht weil ich das überflüssig finde, sondern, weil die meisten Bloggerinnen und Blogger meiner Erfahrung nach per Du verkehren. Ich schwimme da also mit dem Strom… mit stiller Sympathie für das höfliche Sie. Es güldet durch mein Du hinweg.

Dafür, dass ich sonst nur wenig Worte schreibe, habe ich jetzt seeeehr viel geschrieben. Zutiefst ermattet sinke ich nieder, mit den in allen Richtungen gepusteten Schreibfedern, mögen sie sich auf fremden Schreibtischen wiederfinden.

regenbo

 

 

 

 

in fahrt

auf einmal war da der zaun

der enger sich zog mit jedem schritt

sich eingrub in den me〈e〉hr werdenden sand

 

bald zieht die sonne ihre messer heraus

um ein ene mene tekel zu schreiben

manche meinen dies sei ein abzählreim

 

 

 

vier von ihnen

vor Deiner zeit

standen die buchstaben in reih und glied

sprangen manchmal in erdfarbne augen

machten sich mitunter klein und gedruckt

 

zu Deiner zeit

bekamen sie neues leben geschenkt

vier von ihnen zum beispiel trafen sich

fanden heraus zusammen sind sie baum

 

zu Deiner zeit

fallen blätter weht wind

hüllt Dich der winter mit schneedecken ein

lässt holz sammeln für wärmende feuer

 

vom weg abkommen

mit dem auto durch wald fahren

nicht anhalten und aussteigen

der mond zieht alle register

verformt sein rund auf schiefer bahn

 

in betracht ziehn anzuhalten

einmal nur aussteigen atmen

ein traum wie ein minutenschlaf

mit dem mond im gegenverkehr

kräne

wellen klatschen an rostiges stahl

von dock zu dock klingt’s fast monoton

wäre da nicht die stille gewalt

aufragender kräne ihr lied

 

teilt der wind aus an harte ufer

dünn werdende luft und einen kahn

der in die jahre gekommen ist

und sich ächzend durch die wellen kämmt

 

einsamkeit ausbreitend stehn sie da

schräge vögel die erstarrt im tanz

moos und rost ansetzen ein gewicht

das leben schenkt einen weichen zug